Krafttraining für Frauen ab 40 – Der komplette Leitfaden für gesundes Altern
Krafttraining für Frauen ab 40 ist weit mehr als Muskelaufbau oder ein Mittel für eine bessere Figur. Es ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, langfristig gesund, leistungsfähig und selbstständig zu bleiben.
Vielleicht kommt dir das bekannt vor:
Früher hast du ein paar Wochen mehr Sport gemacht oder bewusster gegessen – und dein Körper hat sofort reagiert. Heute scheint das anders zu sein. Die Waage bewegt sich kaum noch, Muskelkraft nimmt langsam ab und der Bauch wird hartnäckiger, obwohl du dich gar nicht so sehr verändert hast.
Viele Frauen fragen sich in dieser Phase, ob sie einfach älter werden – oder ob sie etwas falsch machen.
Die kurze Antwort lautet: Nein.
Dein Körper verändert sich tatsächlich. Bereits ab etwa dem 40. Lebensjahr beginnen hormonelle Veränderungen und der natürliche Muskelabbau zunehmend Einfluss zu nehmen. Gleichzeitig reagiert dein Stoffwechsel anders als noch zehn oder zwanzig Jahre zuvor. Strategien, die früher funktioniert haben, reichen oft nicht mehr aus.
Die gute Nachricht: Du kannst diese Entwicklungen maßgeblich beeinflussen.
Von allen Maßnahmen, die wissenschaftlich untersucht wurden, gehört regelmäßiges Krafttraining zu den wirkungsvollsten. Es hilft nicht nur dabei, Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten. Es unterstützt auch deine Knochengesundheit, verbessert den Stoffwechsel, erhöht deine Belastbarkeit im Alltag und trägt dazu bei, möglichst lange selbstständig und aktiv zu bleiben.
Krafttraining ist dabei weit mehr als Sport. Es ist eine Investition in deine Gesundheit, deine Selbstständigkeit und deine Lebensqualität. Nicht nur für die nächsten Monate, sondern für die nächsten Jahrzehnte.
In diesem Leitfaden erfährst du, warum Krafttraining gerade für Frauen ab 40 so wichtig ist, welche Veränderungen im Körper stattfinden und wie du mit einem wissenschaftlich fundierten und alltagstauglichen Training langfristig stärker, gesünder und selbstbewusster werden kannst.
Warum Krafttraining für Frauen ab 40 so wichtig ist
Viele Frauen verbinden Krafttraining vor allem mit Muskelaufbau oder einer besseren Figur. Tatsächlich verändert sich seine Bedeutung jedoch mit zunehmendem Alter grundlegend.
Mit 25 kann ein starker Körper vieles ausgleichen. Mit 45 oder 55 wird Kraft zunehmend zu einer Voraussetzung für Gesundheit, Belastbarkeit und Selbstständigkeit.
Ab dem 40. Lebensjahr beginnen Prozesse, die zunächst kaum auffallen. Muskelmasse nimmt langsam ab, der Stoffwechsel verändert sich und der Körper reagiert empfindlicher auf Stress, Schlafmangel und hormonelle Veränderungen. Oft geschieht das schleichend – bis Tätigkeiten, die früher selbstverständlich waren, plötzlich mehr Anstrengung kosten oder der Körper anders auf Training und Ernährung reagiert.
Viele Frauen versuchen dann, mit mehr Cardio oder einer strengeren Diät gegenzusteuern. Kurzfristig kann das funktionieren. Langfristig löst es jedoch nicht das eigentliche Problem: den Verlust an Muskelmasse.
Genau hier setzt Krafttraining an.
Muskelmasse ist weit mehr als nur Gewebe, das uns stärker macht. Sie beeinflusst den Stoffwechsel, unterstützt die Knochengesundheit, verbessert die Insulinsensitivität und hilft dabei, den Körper auch im Alter belastbar zu halten.
Deshalb ist Krafttraining ab 40 keine Frage der Fitness oder Eitelkeit.
Es ist eine der wirkungsvollsten Investitionen in deine zukünftige Gesundheit.
Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, welche Veränderungen im weiblichen Körper ab 40 tatsächlich stattfinden – und warum sie erklären, weshalb Krafttraining gerade jetzt so wichtig wird.
Was passiert im weiblichen Körper ab 40?
Der weibliche Körper verändert sich nicht von einem Tag auf den anderen. Die meisten Veränderungen beginnen schleichend und werden oft erst über mehrere Jahre hinweg spürbar.
Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnt der natürliche Abbau von Muskelmasse. Dieser Prozess verläuft zunächst langsam, kann sich aber ab etwa dem 40. Lebensjahr beschleunigen – insbesondere dann, wenn keine regelmäßigen Kraftreize gesetzt werden. Fachleute sprechen dabei von Sarkopenie, dem altersbedingten Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft.
Gleichzeitig verändert sich die hormonelle Situation. In den Jahren vor und während der Wechseljahre beginnen die Spiegel von Östrogen und Progesteron zu schwanken. Auch Testosteron, das ebenfalls für den Muskelaufbau wichtig ist, nimmt im Laufe der Jahre langsam ab.
- Muskelmasse lässt sich nicht mehr ganz so leicht erhalten.
- Die Muskelproteinsynthese reagiert weniger empfindlich auf Training und Protein – ein Phänomen, das als anabole Resistenz bezeichnet wird.
- Fett wird häufiger im Bauchbereich eingelagert.
- Die Regeneration kann länger dauern.
- Schlafqualität und Energielevel verändern sich oft.
- Der Körper reagiert empfindlicher auf chronischen Stress.
Viele Frauen erleben deshalb das Gefühl, dass die Strategien, die mit 30 noch funktioniert haben, plötzlich nicht mehr denselben Effekt haben.
Die Veränderungen des Körpers sind kein Zeichen dafür, dass Muskelaufbau nicht mehr möglich ist.
Im Gegenteil: Zahlreiche Studien zeigen, dass Frauen auch mit 40, 50 oder 60 Jahren noch effektiv Muskelmasse aufbauen und ihre Kraft deutlich steigern können. Der Unterschied besteht darin, dass Training, Ernährung und Regeneration bewusster aufeinander abgestimmt werden sollten als in jüngeren Jahren.
Du kannst den natürlichen Alterungsprozess nicht aufhalten.
Aber du kannst maßgeblich beeinflussen, wie viel Muskelmasse, Kraft und Leistungsfähigkeit du im Laufe der Jahre erhältst.

Genau deshalb wird Krafttraining ab 40 nicht weniger wichtig – sondern wichtiger als je zuvor.
Kurz zusammengefasst
Ab 40 verändert sich:
Muskelmasse nimmt langsam ab.
Die Reaktion auf Training und Protein wird etwas geringer.
Die Fettverteilung verändert sich.
Regeneration braucht oft mehr Aufmerksamkeit.
Die gute Nachricht:
Regelmäßiges Krafttraining kann viele dieser Veränderungen deutlich verlangsamen oder teilweise ausgleichen.
Warum Muskelmasse dein wichtigstes Gesundheitskonto ist
Alle verstehen ein Sparkonto.
Jeder weiß:
Wer regelmäßig einzahlt, hat später Reserven.
Jedes Krafttraining ist eine Einzahlung auf dein Gesundheitskonto.
Sie ist weit mehr als das Gewebe, das dich stärker macht oder deine Körperform beeinflusst. Muskelmasse ist aktives Stoffwechselgewebe und übernimmt zahlreiche Aufgaben, die weit über das Training hinausgehen.
Mit jeder aufgebauten Muskelzelle investierst du in deine Zukunft. Du stärkst deinen Stoffwechsel, schützt deine Knochen, verbesserst deine Insulinsensitivität und schaffst Reserven, auf die dein Körper später zurückgreifen kann.
Dieses Konto wird mit zunehmendem Alter immer wertvoller.
Denn ab etwa dem 40. Lebensjahr beginnt der Körper langsam, Muskelmasse abzubauen. Wer vorher oder spätestens jetzt regelmäßig „einzahlt“, startet mit einem deutlich größeren Polster in die zweite Lebenshälfte.
Wer dagegen über viele Jahre keine Kraftreize setzt, lebt gewissermaßen von seinen Reserven. Irgendwann reicht das Guthaben nicht mehr aus. Alltägliche Aufgaben werden anstrengender, das Sturzrisiko steigt und der Körper reagiert empfindlicher auf Krankheiten oder längere Trainingspausen.
Deshalb geht es beim Krafttraining nicht nur darum, heute fit zu sein.
Es geht darum, Reserven für die Zukunft aufzubauen.
Muskelmasse ist eine der wenigen Ressourcen, die du dir aktiv erarbeiten kannst – und von der du oft noch Jahrzehnte später profitierst.

Wie Muskelaufbau wirklich funktioniert
Viele Menschen glauben, Muskeln wachsen während des Trainings. Tatsächlich passiert genau das Gegenteil.
Während eines Krafttrainings setzt du deinem Körper einen Reiz. Für die Muskulatur bedeutet dieser Reiz zunächst Stress. Erst in den Stunden und Tagen danach beginnt der eigentliche Anpassungsprozess.
Dein Körper stellt sich die Frage:
„Muss ich für diese Belastung beim nächsten Mal besser vorbereitet sein?“
Wenn die Antwort regelmäßig Ja lautet, passt er sich an.
Er baut Muskelmasse auf, verbessert die Zusammenarbeit zwischen Muskeln und Nervensystem und macht dich Schritt für Schritt stärker.
Genau deshalb besteht Muskelaufbau nie nur aus dem Training.
Er entsteht aus dem Zusammenspiel von drei Faktoren:
- einem ausreichend intensiven Trainingsreiz,
- einer eiweißreichen Ernährung,
- und ausreichender Regeneration.
Fehlt einer dieser Bausteine, kann dein Körper nur eingeschränkt auf den Trainingsreiz reagieren. Deshalb sprechen wir beim Muskelaufbau nicht von einzelnen Trainingseinheiten, sondern von einem langfristigen Prozess.
Nicht jedes Training muss perfekt sein.
Entscheidend ist, dass dein Körper immer wieder einen Grund bekommt, weiter in dein Gesundheitskonto zu investieren.
Progressive Überlastung – warum dein Körper einen Grund braucht, stärker zu werden
Unser Körper ist erstaunlich effizient.
Er baut Muskeln nicht auf, weil wir es uns wünschen.
Er baut sie auf, weil er sie braucht.
Deshalb reicht es nicht aus, über Monate immer dieselben Gewichte zu bewegen oder dieselben Übungen mit derselben Intensität auszuführen.
Damit Muskelaufbau stattfinden kann, muss der Trainingsreiz im Laufe der Zeit angepasst werden.
In der Trainingswissenschaft spricht man von Progressiver Überlastung (Progressive Overload).
Das bedeutet nicht, dass du bei jedem Training mehr Gewicht bewegen musst.
Du kannst den Trainingsreiz auch erhöhen, indem du:
- mehr Wiederholungen schaffst,
- einen zusätzlichen Satz ausführst,
- die Technik verbesserst,
- die Bewegung kontrollierter ausführst,
- die Pausen verkürzt oder
- langsam schwerere Gewichte verwendest.
Das Ziel ist nicht, jedes Training an deine Grenzen zu gehen.
Das Ziel ist, deinem Körper regelmäßig zu zeigen:
„Ich brauche etwas mehr Kraft als bisher.“
Genau dieser Reiz führt dazu, dass dein Gesundheitskonto mit der Zeit weiterwächst.

Die drei Säulen des Muskelaufbaus
🏋️ Training – der Reiz
🍽️ Protein & Ernährung – das Baumaterial
😴 Regeneration – die Zeit, in der dein Körper stärker wird
Wie du mit Krafttraining beginnst – ohne dich zu überfordern
Wenn du bisher wenig oder gar kein Krafttraining gemacht hast, musst du nicht alles auf einmal verändern.
Im Gegenteil.
Die erfolgreichsten Trainingsroutinen entstehen nicht durch einen perfekten Start, sondern durch viele kleine Schritte, die dauerhaft in deinen Alltag passen.
Gerade Frauen ab 40 profitieren davon, das Training als langfristige Gewohnheit zu betrachten und nicht als kurzfristiges Projekt.
Wie oft solltest du trainieren?
Für die meisten Frauen reichen bereits zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche, um spürbare Fortschritte zu erzielen.
Wichtiger als die Anzahl der Trainingstage ist die Regelmäßigkeit.
Ein Trainingsplan, den du über Monate konsequent umsetzt, bringt deutlich mehr als ein ambitioniertes Programm, das nach drei Wochen wieder endet.
Brauchst du ein Fitnessstudio?
Nein.
Muskelaufbau ist sowohl im Fitnessstudio als auch zu Hause möglich.
Entscheidend ist nicht der Ort, sondern dass deine Muskeln regelmäßig ausreichend gefordert werden.
Freie Gewichte, Maschinen, Widerstandsbänder oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht können – richtig eingesetzt – alle wirksam sein.
Wenn du lieber zu Hause trainierst, findest du hier einen ausführlichen Artikel zum Thema Muskelaufbau ohne Fitnessstudio.
Wie schwer solltest du trainieren?
Eine der häufigsten Fragen lautet:
„Muss ich schwere Gewichte heben?“
Die Antwort lautet:
Du solltest so trainieren, dass deine Muskulatur einen ausreichend starken Reiz erhält.
Das bedeutet nicht, dass du mit maximalen Gewichten trainieren musst.
Aber die letzten Wiederholungen eines Satzes sollten sich durchaus anstrengend anfühlen.
Nur wenn dein Körper merkt, dass die vorhandene Muskulatur nicht mehr ausreicht, bekommt er einen Grund, weiter in dein Gesundheitskonto zu investieren.
Was ist wichtiger – Perfektion oder Beständigkeit?
Viele Frauen glauben, sie müssten jede Trainingseinheit perfekt absolvieren.
Dabei entsteht langfristiger Erfolg ganz anders.
Ein Training, das heute „nur“ zwanzig Minuten dauert, ist wertvoller als ein perfekter Trainingsplan, der nie umgesetzt wird.
Beständigkeit schlägt Perfektion.
Immer.
Wenn Krafttraining Teil deines Lebens wird, entstehen Fortschritte fast automatisch – Woche für Woche, Jahr für Jahr.
Wenn dir genau das schwerfällt, lies auch meinen Artikel über die Alles-oder-Nichts-Falle. Dort erfährst du, warum Perfektionismus viele Frauen davon abhält, langfristig erfolgreich zu trainieren.
Krafttraining oder Cardio – was Frauen ab 40 wirklich brauchen
Lange Zeit galt Ausdauertraining als der wichtigste Baustein, wenn Frauen abnehmen oder etwas für ihre Gesundheit tun wollten. Viele verbrachten Stunden auf dem Laufband, Crosstrainer oder Fahrradergometer – in der Hoffnung, möglichst viele Kalorien zu verbrennen.
Cardiotraining hat ohne Zweifel viele gesundheitliche Vorteile. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Ausdauer und kann das allgemeine Wohlbefinden steigern.
Für Frauen ab 40 reicht Cardio allein jedoch nicht aus.
Ausdauertraining sendet dem Körper nicht den notwendigen Reiz, um Muskelmasse langfristig zu erhalten oder aufzubauen. Genau diese Muskelmasse ist jedoch entscheidend für einen aktiven Stoffwechsel, stabile Knochen, körperliche Leistungsfähigkeit und gesundes Altern.
Deshalb sollte Krafttraining die Grundlage deines Trainings bilden.
Cardio ist eine sinnvolle Ergänzung – kein Ersatz.

Die beste Kombination besteht für die meisten Frauen aus regelmäßigem Krafttraining, ergänzt durch Ausdauertraining und ausreichend Bewegung im Alltag.
So profitierst du sowohl von einem starken Herz-Kreislauf-System als auch von den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen einer gut entwickelten Muskulatur.
Mehr dazu erfährst du in meinem Artikel über Body Recomposition und warum Krafttraining beim Fettabbau eine entscheidende Rolle spielt.
(→ Interner Link – in Arbeit)
Die häufigsten Fehler beim Krafttraining ab 40
Viele Frauen trainieren regelmäßig und sehen trotzdem nicht die Fortschritte, die sie sich wünschen. Häufig liegt das nicht am Alter, sondern an einigen typischen Fehlern.
Zu wenig Trainingsreiz
Wer immer mit denselben leichten Gewichten trainiert, gibt dem Körper keinen Grund, neue Muskelmasse aufzubauen.
→ Mehr über Progressive Overload (geplant)
Zu wenig Protein
Muskelaufbau braucht ausreichend Eiweiß. Ohne das passende Baumaterial kann dein Körper den Trainingsreiz nur begrenzt nutzen.
→ hier findest du mehr: Ernährung & Protein
Zu viel Cardio, zu wenig Krafttraining
Ausdauertraining ist gesund, ersetzt aber kein gezieltes Krafttraining.
→ Artikel: Body Recomposition (geplant)
Perfektionismus
Viele Frauen geben nach wenigen ausgelassenen Trainingseinheiten auf.
Langfristiger Erfolg entsteht jedoch durch Beständigkeit – nicht durch perfekte Wochen.
→ Artikel: Die Alles-oder-Nichts-Falle
Angst vor Muskeln
Krafttraining macht Frauen nicht „massig“. Es hilft dabei, Muskelmasse zu erhalten, den Stoffwechsel zu unterstützen und den Körper leistungsfähig zu halten.
→ Artikel: Angst vor Muskeln (geplant)
Zu wenig Regeneration
Muskelaufbau findet nicht während des Trainings statt, sondern in der Erholungsphase.
Ausreichender Schlaf, Erholung und eine sinnvolle Trainingsplanung gehören deshalb genauso zum Muskelaufbau wie das Training selbst.
→ Artikel: Regeneration (geplant)
Fazit: Krafttraining ist eine Investition in deine Zukunft
Älterwerden können wir nicht verhindern.
Aber wir können entscheidend beeinflussen, wie wir älter werden.
Jede Trainingseinheit, jede ausgewogene Mahlzeit und jede bewusste Erholung ist eine Investition in dein Gesundheitskonto. Mit jedem Training baust du nicht nur Muskelmasse auf – du stärkst auch deine Knochen, deinen Stoffwechsel, deine Belastbarkeit und deine Selbstständigkeit.
Es geht dabei nicht um Perfektion.
Nicht um ein bestimmtes Körperbild.
Und auch nicht darum, mit 40 oder 50 plötzlich Höchstleistungen zu erbringen.
Es geht darum, deinem Körper heute die Voraussetzungen zu geben, damit er dich auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch zuverlässig trägt.
Genau deshalb ist Krafttraining keine kurzfristige Maßnahme.
Es ist eine Entscheidung für langfristige Gesundheit, Lebensqualität und ein selbstbestimmtes Leben.
Egal, ob du heute zum ersten Mal eine Hantel in die Hand nimmst oder bereits seit Jahren trainierst – der beste Zeitpunkt, in dein Gesundheitskonto zu investieren, ist jetzt.
Du möchtest dabei Unterstützung?
Ein guter Trainingsplan passt sich deinem Leben an – nicht umgekehrt.
Wenn du Krafttraining wissenschaftlich fundiert, alltagstauglich und ohne leere Fitnessversprechen in deinen Alltag integrieren möchtest, begleite ich dich gerne.
→ Hier erfährst du mehr über mein Personal Training und mein 12-Wochen-Coaching.
Häufige Fragen
1. Kann ich mit über 40 noch Muskeln aufbauen?
Ja. Muskelaufbau ist auch mit 40, 50 oder 60 Jahren möglich. Zwar reagiert der Körper etwas anders auf Training und Ernährung als in jüngeren Jahren, dennoch zeigen zahlreiche Studien, dass Frauen in jedem Alter Kraft und Muskelmasse aufbauen können. Entscheidend sind ein ausreichend intensiver Trainingsreiz, genügend Protein und regelmäßiges Training.
👉 Weiterlesen: Abschnitt „Wie Muskelaufbau wirklich funktioniert“
________________________________________
2. Wie oft sollte ich Krafttraining machen?
Für die meisten Frauen reichen zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche aus, um deutliche Fortschritte zu erzielen. Wichtiger als die Anzahl der Trainingstage ist, dass du langfristig regelmäßig trainierst und dein Training an dein Leben anpasst.
👉 Geplanter Artikel: Wie oft solltest du Krafttraining machen?
________________________________________
3. Muss ich schwere Gewichte heben?
Für Muskelaufbau braucht deine Muskulatur einen ausreichend starken Trainingsreiz. Das bedeutet nicht, dass du maximal schwere Gewichte bewegen musst. Die letzten Wiederholungen eines Satzes sollten sich jedoch anstrengend anfühlen. Nur so bekommt dein Körper einen Grund, stärker zu werden.
👉 Geplanter Artikel: Wie schwer solltest du trainieren?
________________________________________
4. Brauche ich ein Fitnessstudio?
Nein. Muskelaufbau funktioniert sowohl im Fitnessstudio als auch zu Hause. Entscheidend ist nicht der Trainingsort, sondern dass deine Muskulatur regelmäßig gefordert wird und du dein Training mit der Zeit steigerst.
👉 Mehr gibt es hier: Muskelaufbau ohne Fitnessstudio
________________________________________
5. Ist Krafttraining besser als Cardio?
Beides hat seinen Platz. Cardio stärkt Herz und Kreislauf, Krafttraining schützt Muskelmasse, Knochen und Stoffwechsel. Für Frauen ab 40 sollte Krafttraining die Grundlage bilden und durch Ausdauertraining sinnvoll ergänzt werden.
👉 Geplanter Artikel: Body Recomposition & Fettabbau
________________________________________
6. Wie viel Protein brauche ich?
Protein liefert die Bausteine für den Muskelaufbau. Besonders ab 40 reagiert die Muskulatur weniger empfindlich auf Eiweiß, weshalb eine ausreichende Proteinzufuhr noch wichtiger wird.
👉 Mehr erfahren: Warum Frauen über 40 mehr Eiweiß brauchen – für Muskelaufbau, Fettabbau und ein starkes Körpergefühl
________________________________________
7. Kann ich in den Wechseljahren noch Muskeln aufbauen?
Ja. Gerade während und nach den Wechseljahren ist Krafttraining besonders wichtig. Es hilft dabei, Muskelmasse zu erhalten oder aufzubauen, den Knochenabbau zu verlangsamen und den Stoffwechsel zu unterstützen.
👉 Geplanter Artikel: Krafttraining in den Wechseljahren
________________________________________
8. Wann sehe ich erste Erfolge?
Viele Frauen spüren bereits nach wenigen Wochen, dass sie kräftiger werden und sich im Alltag belastbarer fühlen. Sichtbare Veränderungen der Muskelmasse benötigen dagegen mehr Zeit. Krafttraining ist eine langfristige Investition in deine Gesundheit – keine kurzfristige Lösung.
👉 Mehr erfahren: Wann sieht man Erfolge beim Krafttraining?
________________________________________
9. Kann ich gleichzeitig Fett verlieren und Muskeln aufbauen?
Ja, besonders Anfängerinnen oder Frauen, die nach einer längeren Pause wieder mit dem Training beginnen, können gleichzeitig Fett verlieren und Muskelmasse aufbauen. Dieser Prozess wird als Body Recomposition bezeichnet.
👉 Vorhandener Artikel: Body Recomposition & Fettabbau
________________________________________
10. Was ist der größte Fehler beim Krafttraining?
Der häufigste Fehler ist nicht mangelnde Motivation, sondern fehlende Beständigkeit. Viele Frauen trainieren zu unregelmäßig, wählen zu leichte Gewichte oder geben nach wenigen Wochen auf. Langfristige Fortschritte entstehen durch konsequentes Training über Monate und Jahre.
👉 hier weiterlesen: Warum Perfektionismus deine Fitness sabotiert
.
Weiterführende Artikel (in Arbeit…)
Muskelaufbau
• Muskelgedächtnis
• Wann sieht man Erfolge?
• Progressive Overload
________________________________________
Ernährung
• Proteinbedarf
• Protein-Hype
• Body Recomposition
________________________________________
Training
• Krafttraining ohne Fitnessstudio
• Alles-oder-Nichts-Falle
• Training bei Hitze
• Regeneration
________________________________________
Wechseljahre
• Krafttraining in den Wechseljahren
• Hormone und Muskelaufbau
• Stress und Cortisol
Wissenschaftliche Quellen
Dieser Artikel wurde nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand erstellt. Die wichtigsten verwendeten Studien und Leitlinien findest du hier.
Sarkopenie und Muskelabbau
Cruz-Jentoft, A. J. et al. (2019)
Sarcopenia: Revised European Consensus on Definition and Diagnosis.
Age and Ageing, 48(1), 16–31.
https://academic.oup.com/ageing/article/48/1/16/5126243
Krafttraining und allgemeine Gesundheit
Westcott, W. L. (2012)
Resistance Training is Medicine: Effects of Strength Training on Health.
Current Sports Medicine Reports.
https://journals.lww.com/acsm-csmr/fulltext/2012/07000/resistance_training_is_medicine__effects.13.aspx
Phillips, S. M., & Winett, R. A. (2010)
Uncomplicated Resistance Training and Health-Related Outcomes.
Sports Medicine.
https://link.springer.com/article/10.2165/11584710-000000000-00000
Muskelaufbau und Trainingsvolumen
Schoenfeld, B. J., Ogborn, D., & Krieger, J. W. (2017)
Dose-response relationship between weekly resistance training volume and increases in muscle mass.
Journal of Sports Sciences.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27433992/
American College of Sports Medicine (ACSM) (2009)
Progression Models in Resistance Training for Healthy Adults.
Medicine & Science in Sports & Exercise.
https://journals.lww.com/acsm-msse/fulltext/2009/03000/progression_models_in_resistance_training_for.26.aspx
Krafttraining im Alter
Hunter, G. R., McCarthy, J. P., & Bamman, M. M. (2004)
Effects of Resistance Training on Older Adults.
Sports Medicine.
https://link.springer.com/article/10.2165/00007256-200434050-00005
Osteoporose und Knochengesundheit
Daly, R. M. et al. (2014)
Exercise for the Prevention of Osteoporosis in Postmenopausal Women.
Osteoporosis International.
https://link.springer.com/article/10.1007/s00198-014-2798-4
Krafttraining und Stoffwechsel
Strasser, B., & Schobersberger, W. (2011)
Evidence for Resistance Training as a Treatment Therapy in Obesity.
Journal of Obesity.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2991639/
Protein
Morton, R. W. et al. (2018)
A Systematic Review, Meta-analysis and Meta-regression of Protein Supplementation on Resistance Training–Induced Gains in Muscle Mass and Strength in Healthy Adults.
British Journal of Sports Medicine.
https://bjsm.bmj.com/content/52/6/376
Bewegungsempfehlungen
World Health Organization (WHO) (2020)
WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour.
https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

